An erster Stelle steht eine benannte tierische Zutat
Die Zutatenliste ist eine Rangliste nach Gewicht. Was oben steht, ist am meisten enthalten. Bei einem guten Hundefutter steht dort „Rindfleisch", „Hühnerherzen" oder „Lammfleisch" – etwas, das man benennen kann.
Steht dort ein Sammelbegriff oder gleich ein Getreide, ist die Frage nach dem Fleischanteil schon beantwortet.
Die Falle sitzt an einer anderen Stelle, als man denkt. Zutaten werden mit dem Gewicht angegeben, das sie bei der Verarbeitung hatten. Frisches Fleisch besteht zu rund zwei Dritteln aus Wasser – beim Trocknen schrumpft es entsprechend. Aus „60 % frisches Hühnerfleisch" in einem Trockenfutter werden im fertigen Produkt grob geschätzt 20 %.
Ein Mehl ist deshalb nicht automatisch das Schlechtere. Es ist bereits getrocknet, seine Zahl steht also für das, was am Ende tatsächlich im Napf liegt. Entscheidend ist nicht „frisch oder Mehl", sondern wie genau die Zutat benannt ist.
Daran erkennen Sie den Unterschied: „Hühnerfleischmehl" sagt Tierart und Teil. „Tiermehl" oder „Fleischmehl" sagt beides nicht – dort ist weder die Tierart noch bekannt, welcher Teil des Tieres verarbeitet wurde.